Unser obligatorischer Renntradauftakt – diesmal in den Julischen Alpen
Kranjska Gora in Slowenien stand schon lange auf unserer Liste, und dieses Jahr war es endlich so weit. Mit einer hochmotivierten Truppe von 13 Personen machten wir uns auf den Weg ins Dreiländereck, um die legendären Alpenpässe mit dem Rennrad zu bezwingen. Da sich unsere Gruppe perfekt organisierte, kamen sowohl die Kilometer- und Höhenmeterfresser als auch die Wanderbegeisterten voll auf ihre Kosten, während abends beim gemeinsamen Essen die Erlebnisse des Tages ausgetauscht wurden.
Gleich am ersten Tag wartete das unbestrittene Kronjuwel der Region auf uns: der Vršič-Pass. Mit seinen 50 nummerierten Kehren forderte er uns direkt alles ab. Besonders die berüchtigten Kopfsteinpflaster-Kurven auf der Nordseite verlangten höchste Konzentration. Der Blick auf die schroffen, senkrecht aufragenden Felswände der Julischen Alpen war schlichtweg atemberaubend und der perfekte Auftakt für unsere Tour.
Am zweiten Tag stand eine wunderschöne Runde zum weltberühmten Bleder See am Programm. Das Panorama rund um den See mit der kleinen Kircheninsel und der historischen Burg vor der Kulisse der Berge war einfach postkartenreif. Wir nutzten die Kulisse für einen kurzen Stopp, um die Atmosphäre aufzusaugen, bevor wir die Reifen wieder rollen ließen und über welliges Terrain zurück Richtung Kranjska Gora steuerten.
Der dritte Tag entwickelte sich zu einer epischen Dreiländer-Etappe. Direkt zu Beginn bezwangen wir die extrem steilen, giftigen Rampen des Wurzenpasses hinüber nach Österreich. Nach der rasanten Abfahrt steuerten wir Villach an, wo wir die Räder rollen ließen. Von dort aus ging es weiter über die Grenze nach Italien Richtung Tarvisio. Zurück rollten wir auf dem sanft ansteigenden Radweg D-2, der auf einer alten Bahntrasse zurück nach Kranjska Gora führt.
Frisch erholt steuerten wir nach einem wohlverdienten Ruhetag das große Finale an. Es ging hinüber nach Kärnten, um den Nassfeldpass zu bezwingen, der sich mit seinen engen Kehren und Tunnelgalerien noch einmal als echte, harte Nuss entpuppte. Zurück ging es über Tarvisio auf italienischer Seite, von wo aus wir erneut auf den genialen Bahntrassen-Radweg abbogen.
Kranjska Gora hat als Basislager voll abgeliefert und uns mit 6.000 Höhenmetern und knapp 400 km im Gepäck als Team noch enger zusammengeschweißt.